· Euskirchen

Knapp 3.000 Helferstunden

Auch die finanziellen Zahlen zeigen: Der Ortsverein steht solide da. Der stellvertretende Vorsitzende Dirk Bergheim (stehend r.) und Schatzmeister Christian Schmitz (stehend l.) stellten die Entwicklung der Finanzen sowie den Haushaltsplan vor. Foto: Ronald Larmann/pp/Agentur ProfiPress
Strahlende Gesichter bei Verantwortlichen und Geehrten des DRK-Ortsvereins Euskirchen: Tobias Giels (v.l.), Edeltraud Engelen, Vanessa Siebertz, Dieter Pape, Timo Siebert, Angelika Gräber-Stupp, Angelo Rosenfeld, Johannes Schneider, Daniel Heinz, Alina Pohl und Saskia Daniela Rose. Foto: Ronald Larmann/pp/Agentur ProfiPress
Daniel Heinz, der den Kreisverband in Vertretung von Vorsitzendem Karl-Werner Zimmermann vertrat, dankte den Ehrenamtlichen ausdrücklich für ihre Arbeit. Foto: Ronald Larmann/pp/Agentur ProfiPress
Auch das Jugendrotkreuz blickte auf ein aktives Jahr zurück. Leiterin Nathalie Schwade berichtete von einer positiven Entwicklung, nachdem die Gruppenstunden neu organisiert wurden. Foto: Ronald Larmann/pp/Agentur ProfiPress
Die Euskirchener Bereitschaftsleiterin Vanessa Siebertz stellte beeindruckende Zahlen des zurückliegenden Jahres vor, darunter auch die Statistik des Sanitätsdiensts. Foto: Ronald Larmann/pp/Agentur ProfiPress

DRK-Ortsverein Euskirchen blickt auf ein starkes Jahr zurück –
Jahreshauptversammlung würdigt Einsatz, Zahlen und langjährige Treue – Bereitschaftsleiterin Vanessa Siebertz stellt beeindruckende Bilanz vor

Euskirchen – Es sind Zahlen, die für sich sprechen und vor allem für die Menschen dahinter: Bei der Jahreshauptversammlung des DRK-Ortsvereins Euskirchen wurde einmal mehr deutlich, wie groß das ehrenamtliche Engagement der Rotkreuzhelferinnen und -helfer ist. Vorsitzende Angelika Gräber-Stupp führte durch den Abend und machte gleich zu Beginn deutlich, wie viel Einsatz die Gemeinschaft trägt, oft neben Beruf, Ausbildung und Familie.

Im Mittelpunkt stand der Jahresbericht von Bereitschaftsleiterin Vanessa Siebertz, die eindrucksvoll auf ein ereignisreiches Jahr 2025 zurückblickte. „Ich sehe nicht nur Statistiken, ich sehe unzählige ehrenamtliche Stunden, Verzicht auf Freizeit und ganz viel Leidenschaft“, sagte Siebertz und traf damit den Kern dessen, was den Ortsverein ausmacht. Ob Sanitätsdienst, Betreuung, Verpflegung oder Blutspende: In allen Bereichen zeigten die Helferinnen und Helfer ein enormes Engagement.

Besonders der Sanitätsdienst war stark gefordert: Bei insgesamt 68 Veranstaltungen sorgten 62 Einsatzkräfte für medizinische Sicherheit und leisteten dabei beeindruckende 2.964 Helferstunden. „Diese Zahl sollte man in Ruhe auf sich wirken lassen“, so Siebertz. Auch der Betreuungsdienst war bei Einsätzen, Evakuierungen und Veranstaltungen zuverlässig zur Stelle, während die Fachgruppe Verpflegung einmal mehr bewies, wie wichtig eine funktionierende Versorgung im Einsatz ist.

311 Erstspender

Ein besonderes Augenmerk legte Siebertz auf den Bereich Blutspende, das „Rückgrat“ vieler Aktivitäten. 2.678 Spenderinnen und Spender, darunter 311 Erstspender, wurden im vergangenen Jahr betreut. „Unsere Blutspendeteams leisten einen herausragenden Job mit viel Herz, Organisationstalent und einem offenen Ohr für alle“, betonte sie.

Neben den Einsätzen hob Siebertz auch das Vereinsleben hervor: Regelmäßige Treffen, gemeinsame Veranstaltungen und Angebote wie die Seniorengruppe zeigen, dass beim DRK nicht nur Hilfeleistung, sondern auch Gemeinschaft im Mittelpunkt steht.

Für diesen Einsatz gab es viel Anerkennung, auch von offizieller Seite: Daniel Heinz, der den Kreisverband in Vertretung von Vorsitzendem Karl-Werner Zimmermann vertrat, dankte den Ehrenamtlichen ausdrücklich für ihre Arbeit im Ortsverein und auf Kreisebene. „Es freut uns besonders, dass sich auch viele neue Helfer engagieren und dem Roten Kreuz treu bleiben“, so Heinz.

Auch das Jugendrotkreuz blickte auf ein aktives Jahr zurück. Leiterin Nathalie Schwade berichtete von einer positiven Entwicklung, nachdem die Gruppenstunden neu organisiert wurden. „Seit wir auf einen zweiwöchigen Rhythmus umgestellt haben, ist das Interesse wieder deutlich gestiegen“, so Schwade. Neben den regelmäßigen Treffen engagierten sich die Jugendlichen bei Veranstaltungen wie dem Volkstrauertag, Sankt Martin und dem Rosenmontagszug. Ein besonderes Highlight war die Teilnahme am Supercamp in Hameln, das bei allen Beteiligten großen Anklang fand. Für die Zukunft zeigte sich Schwade optimistisch: Mit drei neuen angehenden Jugendleitern aus den eigenen Reihen und dem bevorstehenden „Megacamp“ über Pfingsten ist das Jugendrotkreuz weiterhin gut aufgestellt und wächst weiter zusammen.

Rosenfeldt zum Gruppenführer ernannt

Ein weiterer Höhepunkt der Versammlung waren die Ehrungen langjähriger Mitglieder. Für fünf Jahre aktiven Dienst wurden Saskia Daniela Rose, Alina Pohl und Timo Siebertz ausgezeichnet. Für zehn Jahre Engagement erhielten Tobias Giels und Daniel Heinz die Auszeichnungsspange. Bereits auf zwei Jahrzehnte im Dienst des DRK können Johannes Schneider und Dieter Pape zurückblicken, die beide unter großem Applaus geehrt wurden.

Weitere Ehrungen konnten nicht persönlich überreicht werden: Vivian Pesch (5 Jahre), Kevin Klinge und Christina Blindert (10 Jahre), Angelika Voigt und Dagmar Hartmann (15 Jahre) sowie Käthe Schubert für beeindruckende 30 Jahre Dienst im Roten Kreuz.

Eine besondere Würdigung erhielt zudem Angelo Rosenfeldt: Er wurde mit Wirkung zum 1. Mai offiziell zum Gruppenführer Sanitätsdienst ernannt. Die Ernennungsurkunde überreichte Daniel Heinz im Namen der Kreisbereitschaftsleitung.

Auch die finanziellen Zahlen zeigen: Der Ortsverein steht solide da. Schatzmeister Christian Schmitz und der stellvertretende Vorsitzende Dirk Bergheim stellten die Entwicklung der Finanzen sowie den Haushaltsplan vor. Demnach konnte das Jahr mit einem deutlichen Plus abgeschlossen werden, getragen vor allem durch Einnahmen aus Blutspende und Sanitätsdienst. Gleichzeitig machten beide deutlich, dass steigende Kosten – etwa für Energie und Kraftstoff – den Blick in die Zukunft prägen und eine vorsichtige Planung erforderlich machen.

Am Ende der Versammlung stand vor allem eines im Raum: großer Respekt für die Menschen, die das DRK Euskirchen tragen. Oder, wie Vanessa Siebertz es formulierte: „Ihr seid wertvoll.“

pp/Agentur ProfiPress